Waffeninitiative zielt auf die Armee
Geschrieben am 02.02.2011 von Walter MüllerKategorien: Kernthema Sicherheit bringt Freiheit
Die Waffeninitiative trifft die Falschen und suggeriert mehr Sicherheit, wo keine zu erwarten ist.
Noch selten wurde eine Volksinitiative so emotional, kontrovers bis irreführend vom Stammtisch bis in alle Medienkanäle in alle Richtungen ausgeschlachtet. Mehr Sachlichkeit und weniger falsche Versprechungen sind gerade bei diesem durchaus ernsten Thema gefordert.In unserem Land gehört das Gewaltmonopol seit Langem dem Staat. Das hat sich bewährt und ist gut so. Im Gegenzug ist es den Bürgerinnen und Bürgern erlaubt Waffen zu erwerben, sofern sie nicht straffällig oder mit der Waffe gedroht haben. Das entspricht unserer freiheitlichen Gesellschaftsordnung.
Noch selten wurde eine Volksinitiative so emotional, kontrovers bis irreführend vom Stammtisch bis in alle Medienkanäle in alle Richtungen ausgeschlachtet. Mehr Sachlichkeit und weniger falsche Versprechungen sind gerade bei diesem durchaus ernsten Thema gefordert.In unserem Land gehört das Gewaltmonopol seit Langem dem Staat. Das hat sich bewährt und ist gut so. Im Gegenzug ist es den Bürgerinnen und Bürgern erlaubt Waffen zu erwerben, sofern sie nicht straffällig oder mit der Waffe gedroht haben. Das entspricht unserer freiheitlichen Gesellschaftsordnung.
Der Staat setzt Vertrauen in die Bürgerinnen und Bürger und verlangt im Gegenzug Verantwortung, Verlass und Disziplin.
Das sind Werte die nicht einfach so leicht über Bord geworfen werden dürfen und von staatspolitischer Bedeutung sind. Nur wer legal eine Waffe besitzen darf, lernt auch verantwortungsvoll damit umzugehen. Die illegalen und kriminellen Waffenbesitzer haben wohl kaum diese Absicht, aber gerade sie sind von dieser linken „Entwaffnungsinitiative“ überhaupt nicht betroffen. Ist das Absicht oder Versäumnis der Initianten? Oder steckt vielleicht nicht einfach eine ganz andere Strategie hinter dem Volksbegehren links-pazifistischer Kreise? Sie – die Armeeabschaffer -zielen auf die Armee, wollen sie schwächen und das Selbstvertrauen der Armeeangehörigen zerstören. Da verlangen wir vom Soldaten, dass er mit der Waffe hin steht und notfalls mit dem Einsatz des Lebens für die Sicherheit unseres Landes, der Bürgerinnen und Bürger kämpft. Die Initianten machen nun aus dem verantwortungsvollen Soldaten plötzlich einen potentiellen Täter, der die Waffe im Zeughaus deponieren muss, sozusagen entwaffnet wird. Damit werden auch die Schützen getroffen, das ausserdienstliche Schiesswesen wird praktisch verunmöglicht. Das Ziel ist klar: Den Wehrwillen brechen, die Armee schwächen und dann ganz abschaffen.
Wollen wir das? Nein!
Das Parlament hat sowohl für die Armee wie im Waffengesetz alle notwendigen Massnahmen zur Verhinderung von Waffenmissbrauch getroffen. Es wird keine Munition mehr nach Hause gegeben, die Waffe kann freiwillig im Zeughaus deponiert werden – das können die Frauen auch verlangen – und es gibt heute eine strenge Sicherheitsüberprüfen, bevor dem Soldaten eine Waffe abgegeben wird. Wer eine Waffe erwerben will, braucht einen Waffenerwerbsschein, das gilt auch für den aus dem Dienst austretenden Soldaten.
Die Waffeninitiative zielt auf die Falschen, hat keine Wirkung bei Kriminellen,
erhöht die Sicherheit von Frauen und Familien nicht und verhindert auch keine Suizide. Sie schwächt aber den Wehrwillen und damit die Sicherheit unseres Landes, der Bürgerinnen und Bürger. Lehnen wir sie ab!
Walter Müller Nationalrat FDP, Azmoos
veröffentlicht im W&O vom 28. Januar 2011
Walter Müller Nationalrat FDP, Azmoos
veröffentlicht im W&O vom 28. Januar 2011




