Ein Tag im Leben des Nationalrat Müller
Azmoos, 06.07.2010
eingeordnet in: Politisches allgemein
http://bundeshaustv.ch/wirtschaft-politik/bundeshaustv-ch/eintagmiteinemnationalrat
» Wählerfragen zum Thema Politisches allgemein
Permalink: http://www.walter-mueller.ch/fotoblog_118.html

Futter für die Tiere oder die Juristen?
Azmoos, 28.02.2010
eingeordnet in: Wirtschaft,
Politisches allgemein,
Berufliches,
Landwirtschaft
Wir haben in der Schweiz eines der strengsten Tierschutzrechte. Erst am 1. September 2008 ist die neue Tierschutzgesetzgebung in Kraft getreten und bringt viele Verbesserungen für das Wohl der Tiere. Die Verantwortung der Tierhaltenden wurde in Bezug auf Information und obligatorischen Ausbildung präzisiert und gestärkt. Die Ausrichtung des neuen Tierschutzgesetz ist also klar auf Information, Motivation und Verantwortung und nicht auf Repression durch Anwälte ausgerichtet. Der Umgang mit den Tieren und die damit verbundene gesellschaftliche Auseinandersetzung soll ganz bewusst nicht einfach den Juristen überlassen werden. Tierhaltende müssen die Bedürfnisse ihrer Tiere kennen und wissen, wie sie richtig zu halten sind. Von Landwirten, Tiertransporteuren und anderen Personen, die beruflich mit Tieren zu tun haben aber auch Hundehaltenden und besonderen Wildtieren. Neu müssen die Kantone auch Tierschutz-Fachstellen einrichten und damit den Vollzug durch vorgegebene Kontrollschwerpunkte und Tierschutzberichte sicherstellen. Wer also heute noch glauben machen will, wir hätten in der Schweiz keinen wirkungsvollen Tierschutz, tut dies wider besseres Wissen. Ein Tieranwalt bringt keine Verbesserung für die Tiere, da er immer erst nach einem möglichen Verstoss gegen die Tierschutzvorschriften aktiv würde. Somit würde wohl einfach einmal mehr die Bürokratie und der immer breiter um sich greifende Überwachungsstaat ausgebaut. Die Initiative widerspricht dem Grundgedanke eines schlanken Staates mit Bürgerinnen und Bürgern, die noch eigenverantwortlich für ihre Tiere sorgen. Zudem ist die Gefahr gross, dass sinnlose Verfahren lanciert werden, mit denen sich Tieranwälte selber legitimieren oder ganz einfach die Tierhalter dauernd unter Generalverdacht der Misshandlung von Tieren zu stellen. Soll vielleicht eine Misstrauensgesellschaft das Ziel sein, in der alle allen Misstrauen? Wenn die Katze des Nachbars ihr Geschäft im eigen Garten verrichtet, könnte man ja in Versuchung kommen den Tieranwalt zu aktivieren, weil die Katze nicht ordentlich beaufsichtigt wird. Letztlich ist die Initiative einen unnötigen Eingriff in die Organisationsautonomie der Kantone. Setzen wir uns dafür ein, dass die Aufmerksamkeit den Tieren gilt und nicht den Juristen und stimmen daher am 07. März Nein. Walter Müller Nationalrat FDP, Azmoos


» weitere Informationen zum Thema Landwirtschaft
» Wählerfragen zum Thema Wirtschaft
» Wählerfragen zum Thema Politisches allgemein
» Wählerfragen zum Thema Berufliches
» Wählerfragen zum Thema Landwirtschaft
Permalink: http://www.walter-mueller.ch/fotoblog_115.html

Unser Land braucht den Besten oder die Beste
Azmoos, 16.08.2009
eingeordnet in: Wirtschaft,
Politisches allgemein
Podium im St. Galler Tagblatt Donnterstag, 6. August 2009 Am 16. September wählt das Parlament in Bern ein neues Mitglied der Landesregierung. Im Vorfeld nehmen Ostschweizer Politiker exklusiv für unsere Zeitung Stellung. Bundesratswahlen scheinen die Seele des Volkes anzusprechen und werden fast täglich neu inszeniert, konsumiert und kommentiert. Wer will da noch abseits stehen und dem Spektakel nicht auch etwas Würze beifügen. Versalzen oder gepfeffert, das ist egal. Hauptsache Mann / Frau ist auf der Menuekarte und kann konsumiert werden. Es ist aber wie in der Betriebskantine, mit der Zeit schmeckt alles gleich oder ähnlich. Schweizer Politik als Pot- au feu? Fast könnte man das glauben. Lächerlich banal Die Politik reagiert mitten in der schwersten Finanz- und Wirtschaftskrise einfach lächerlich banal auf die Frage, wer denn nun in die Landesregierung gehört. Es interessiert nicht, was für das Land wichtig ist, sondern wer den Thron besteigen kann. Haben wir denn noch nicht begriffen, dass die Globalisierung nicht nur die Unternehmungen, sondern auch die Staaten - auch die Schweiz - herausfordert? In dieser Situation sind Rezepte, Strategien und harte Arbeit gefordert. Wie wäre es zum Beispiel, wenn all diese Energie statt für nutzlose politische Geplänkel und Muskelspiele von CVP und SVP in eine gemeinsame Vorwärtsstrategie für unser Land eingesetzt würde? In der aktuellen politischen Konstellation ist es doch klar: Ein FDP - Bundesrat ist zurückgetreten, und die FDP hat Anspruch auf diesen Sitz. Andere Parteien fordern uns heraus, den besten Kandidaten oder die beste Kandidatin zu portieren. Das ist nicht nur legitim, das ist auch die Pflicht der im Parlament vertretenen Parteien. Die PDP stellt sich dieser Herausforderung gerne. Wir wollen unser Land, unsere Wirtschaft, unsere Gesellschaft fit für die Zukunft machen. Der Wettbewerb ist hart und wird nach der aktuellen Krise noch viel härter werden. Es braucht jetzt keine abgerundeten, abgeschliffenen Politiker im Bundesrat - einer, der allen passt. FDP hat breite Auswahl Christian Lüscher aus Genf ist einer, der anpacken kann und will. Er ist jung, aber das ist nicht entscheidend. Was zählt, ist junge Ideen mit viel Schwung in den Bundesrat und anschliessend ins Parlament zu tragen. Junge Ideen sind nicht vom Alter abhängig. Deshalb kann man sagen: Die FDP hat nebst Lüscher eine breite Auswahl von qualifizierten Kandidatinnen und Kandidaten. Direkte Demokratie, Föderalismus und Subsidiarität sind vom Freisinn geprägte Werte, die die Schweiz zum Erfolge geführt haben. Der Wohlstand hat uns leider etwas von diesen Grundwerten weggeführt. Wir brauchen wieder mehr Grundsatzpolitik. Die FDP hat Kandidaten, die sich diesen Werten verpflichtet fühlen. Walter Müller, Nationalrat (FDP / SG) -

» Wählerfragen zum Thema Wirtschaft
» Wählerfragen zum Thema Politisches allgemein
Permalink: http://www.walter-mueller.ch/fotoblog_112.html

Interview St. Galler Tagblatt zu Reise der aussenpolitischen Kommission
Azmoos, 13.07.2009
eingeordnet in: Aussenpolitik,
Diverses,
Politisches allgemein,
Sicherheit bringt Freiheit
Jürg Ackermann
Bundeshauskorrespondent
St. Galler Tagblatt
Medienzentrum Bundeshaus
CH-3003 Bern
Tel./Fax +41 31 311 16 17
Herr Müller, wie kam die aussenpolitische Kommission auf die Idee nach Haiti und Kuba zu reisen?
Walter Müller: Der Präsident der Kommission sagt, wohin die jährliche Reise geht. Das ist wie ein Gewohnheitsrecht. Erst wollte Geri Müller eine Reise nach Palästina und Israel organisieren. Da legten wir ein Veto ein, weil Müller mit seiner sehr israelkritischen Haltung Spannungen provoziert hätte. Auch wenn ich lieber nach Polen oder England gegangen wäre, weil das den Schweizer Interessen mehr nützt, konnte ich mit der Destination Haiti/Kuba schliesslich leben.
Warum, weil das Klima besser ist als in der Schweiz?
Müller: Nein, glauben Sie mir: Wir hatten ein dicht gedrängtes Programm, haben viele Leute getroffen, führten substanzielle Gespräche. Zum Baden blieb keine Zeit. Der Vorwurf, wir hätten Sommer und Sonne genossen, entstammt der billigen Rhetorik eines einzelnen SVP-Exponenten und ist respektlos gegenüber den Staaten, die wir besucht haben.
Was bringt es der Schweiz, wenn sieben Parlamentarier eine Woche lang in der Karibik unterwegs sind?
Müller: Der politische Bezug ist da. So werden auf Kuba beispielsweise auch die Interessen der USA. unter der Schirmherrschaft der Schweiz vertreten. Die Frage, ob die Schweiz Guantanamo-Häftlinge aufnehmen soll, ist aktuell. In Kuba spürten wir auch das Interesse für Schweizer Investitionen, beispielsweise im Energiebereich. Zudem engagiert sich unser Land mit Entwicklungsprojekten auf Haiti. In Miami haben wir zudem den Schweizer Botschafter in den USA getroffen. Es war ein Gespräch mit interessanten Aufschlüssen.
Können Sie das genauer formulieren?
Müller: Der Botschafter konnte uns aufzeigen, dass in den USA sehr wohl unterschieden wird zwischen den Problemen der UBS und der Beziehung der Schweiz zu den USA. Das Image unseres Landes in Amerika ist nach wie vor gut.
Was hat Sie besonders beeindruckt auf der Reise?
Müller: In Haiti wurden wir mit Polizeischutz herum geführt. Die Polizisten hielten ihre Gewehre während der Fahrt zum Fenster hinaus. Die Zustände sind teilweise katastrophal. So liegt die Arbeitslosigkeit bei über 60 Prozent. Auf der Insel scheinen alle negativen Auswirkungen der Globalisierung zusammen kommen. So wird der Reis, weil er so billig ist, importiert. Die einheimischen Bauern haben keine Chance. Doch diese Menschen im ländlichen Raum brauchen dringend eine Perspektive. Sonst enden sie in den Armenvierteln der Grossstädte.
Was kann die Schweiz dagegen tun?
Müller: Sie könnte vor allem darauf hin wirken, dass die Entwicklungshilfe besser koordiniert wird. Es gibt viele Organisationen auf Haiti. Oft arbeiten sie aneinander vorbei. Auch Einheimische haben mir in Gesprächen gesagt, der Westen würde besser Entwicklungs- als Überlebenshilfe leisten und die Unterstützung an klarere Bedingungen knüpfen, beispielsweise an dringende Reformen bei der Justiz.
Die NZZ kritisierte, die APK sei naiv, wenn sie in ihrem Communique schreibe, in Kuba lasse sich eine Öffnung bei den Menschenrechten erkennen. Teilen Sie diese Ansicht?
Müller: Auf dem Hintergrund des Besuches in Haiti, kamen einem die Zustände in Kuba tatsächlich fast paradiesisch vor. Aber wenn man genauer hinschaute, liegt auch auf der Sonneninsel vieles im Argen. Jede Initiative, jedes Unternehmertum wird schon im Keim abgewürgt. Die Infrastruktur ist hoffnungslos veraltet. Der Staat schreibt alles vor. Der Stolz der Kubaner, ein anderes System zu leben als der Rest der Welt, war Gesprächen mit Regierungsvertretern spürbar. Darum bin ich skeptisch, ob es bald Veränderungen geben wird.
Interview: Jürg Ackermann


» weitere Informationen zum Thema Aussenpolitik
» weitere Informationen zum Thema Sicherheit bringt Freiheit
» Wählerfragen zum Thema Aussenpolitik
» Wählerfragen zum Thema Diverses
» Wählerfragen zum Thema Politisches allgemein
» Wählerfragen zum Thema Sicherheit bringt Freiheit
Permalink: http://www.walter-mueller.ch/fotoblog_110.html

Prioritäten Fraktion FDP-Liberale 2009-2011
Azmoos, 12.03.2009
eingeordnet in: Wirtschaft,
Politisches allgemein,
Berufliches
Arbeitsplätze schaffen, Sozialwerke sichern, Staat vereinfachen Verabschiedet von der Fraktion FDP-Liberale am: 10. März 2009 Die FDP-Liberale Fraktion der Bundesversammlung versteht sich als liberale, bürgerliche, konstruktive und reformorientierte Kraft. Die Fraktion setzt sich in ihrer Arbeit für eine liberale Ordnung in Staat, Gesellschaft und Wirtschaft zum Wohle der Bevölkerung unseres Landes einsetzen. Die Fraktion verfolgt eine Politik, welche die Grundwerte achtet und fördert, die Freiheit des Einzelnen stärkt, auf Selbstverantwortung, Eigeninitiative sowie Solidarität setzt und den Föderalismus achtet. Die FDP-Liberale Fraktion setzt entsprechend den Statuten die Ziele und das Wahlprogramm der Partei um. Deshalb konzentriert sich die Fraktion in ihrer Arbeit insbesondere auf die von der Partei beschlossenen Kernthemen. Die Fraktion setzt sich in der laufenden Legislatur deshalb prioritär für mehr und bessere Arbeitsplätze, für den nationalen Zusammenhalt und sichere Sozialwerke sowie für einen schlanken und bürgernahen Staat ein. Diese drei Kernthemen stellen kein abschliessendes Programm dar; sie sind das Resultat einer bewussten Prioritätensetzung. Liberale Antworten auf die Finanzmarktkrise und den Konjunkturabschwung Die Finanzkrise hat die Welt und die Schweiz erschüttert. Der Bund hat angesichts der dramatischen Entwicklungen an den Finanzmärkten rasch, verantwortungsvoll und richtig gehandelt. Die staatlichen Massnahmen zur Stützung des Finanzsystems waren unumgänglich und im gesamtwirtschaftlichen Interesse. Deshalb hat die FDP-Liberale Fraktion dieses Massnahmenpaket unterstützt. Nachdem in einem ersten Schritt der Finanzkrise mittels Stützungsmassnahmen für das Finanzsystem begegnet wurde, stehen nun Massnahmen in zwei Bereichen im Vordergrund. Einerseits wirtschaftspolitische Massnahmen zur Stabilisierung der Realwirtschaft. Andererseits regulatorische und aufsichtsrechtliche Anpassungen zur Prävention zukünftiger Krisen. Liberale Grundsätze gelten auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Deshalb knüpfen wir unsere Unterstützung für staatliche Konjunkturprogramme an Bedingungen, insbesondere an die Einhaltung der Schuldenbremse. Des Weiteren werden wir Überregulierung und Isolationismus weiterhin bekämpfen. Bedingungen für staatliche Massnahmen zur Stabilisierung der Realwirtschaft - Grundsätze für staatliche Stimulierungsmassnahmen: Fiskalpolitische Stimulierungsmassnahmen müssen nach Ansicht der FDP-Liberale Fraktion mehrere Bedingungen erfüllen: Die Massnahmen müssen rasch umsetzbar sein, damit ein als antizyklisch bestimmter Impuls wegen Wirkungsverzögerungen nicht pro-zyklisch auftritt. Es muss klar sein, welche Zielgruppe anvisiert werden soll. Massnahmen zur Konjunkturstimulierung sollten temporärer Natur sein, damit sie nicht zu einer permanent höheren Staatsverschuldung führen. Des Weiteren dürfen die Massnahmen die Bürokratie nicht aufblähen, müssen auf Konsum und Investitionen wirken und Arbeitsplätze sichern helfen. - Keine Aushebelung der Schuldenbremse: Die Schuldenbremse gilt auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten und darf nicht durch Konjunkturmassnahmen ausgehebelt werden. Dies ist auch möglich, denn die Schuldenbremse ist so ausgestaltet, dass sie die konjunkturelle Lage berücksichtigt (k-Faktor) und in Zeiten tiefen Wachstums ein Defizit erlaubt (nach geltendem Recht können im Jahr 2009 noch 600 Mio. Franken ausgegeben werden, ohne dass die Schuldenbremse tangiert ist). Eine Schuldenwirtschaft ist abzulehnen, denn dies schränkt die Handlungsfähigkeit des Staates ein, weil ihm Mittel für wachstumspolitisch relevante Investitionsprojekte entzogen werden und damit auch die Möglichkeiten künftiger Generationen in unverantwortlicher Weise eingeschränkt würden. - Gezielte Massnahmen statt konjunkturpolitisches Wunschkonzert: Wir unterstützen gezielte Massnahmen zur Sicherung von Arbeitsplätzen und zur Stützung der Wirtschaft. Mass-, kontur- und wirkungslose Konjunkturprogramme in Milliardenhöhe sowie finanzpolitische Abenteuer lehnen wir dagegen ab. Wir müssen die derzeitige Krise dazu nutzen, um nachhaltige Massnahmen zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts einzuleiten und umzusetzen, damit die Schweiz gestärkt aus der Krise hervorgeht. Die zahlreichen staatlichen Interventionen und Stützungsmassnahmen im Ausland bergen die Gefahr von Wettbewerbsverzerrungen zuungunsten von Schweizer Unternehmen. Diese Gefahr ist im Auge zu behalten und notfalls entgegen zu treten, um für gleich lange Spiesse für Schweizer Unternehmen zu sorgen. Unsere Haltung in Bezug auf regulatorische Massnahmen - Liberale Werte wichtiger denn je: Liberale Werte wie Freiheit, Leistung, Selbstverantwortung und Bescheidenheit sind wichtiger denn je. Diese Werte sind in den letzten vernachlässigt worden. Diese liberalen Werte müssen wieder ins Zentrum des Handelns gestellt werden. Wenn wir ein liberales Gesellschafts- und Wirtschaftsmodell erhalten wollen, darf nicht die kurzfristige Gewinnmaximierung der Eigeninteressen im Vordergrund stehen. Die Freiheit ist weder im gesellschaftlichen noch wirtschaftlichen Leben ein Freipass für beliebiges Handeln. Freiheit setzt vielmehr Verantwortung. Der liberale Grundsatz von Freiheit und Verantwortung ist heute aktueller denn je. - Überregulierung und Isolationismus bekämpfen: Als Folge der Finanzmarktkrise stellt sich für die liberalen Kräfte eine weitere Herausforderung: Der Kampf gegen Überregulierung und gegen wirtschaftspolitischen Isolationismus. Aussenwirtschaftspolitisch gilt es, das Erreichte zu sichern und das bi- und multilaterale vertragliche Netzwerk zugunsten der Schweizer Wirtschaft auszubauen. Im Bereich staatlicher Regulierungen gilt es, entsprechend dem liberalen Credo so viel wie nötig und nicht so viel wie möglich zu regulieren. Das Ziel sind nicht mehr staatliche Regulierungen, sondern bessere Regulierung, wo dies nötig ist. - Starke Finanzmarktaufsicht zwingend: Die Finanzkrise hat Notwendigkeit einer starken und tatkräftigen Finanzmarktaufsicht (FINMA) verdeutlicht. Eine starke und effiziente FINMA ist eine Voraussetzung für einen starken Finanzplatz Schweiz, für welchen wir uns stets eingesetzt haben und weiterhin einsetzen werden. Die FINMA muss personell so dotiert und strukturell so organisiert werden, damit sie für zukünftige Krisen gewappnet ist. Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Krise ist zu prüfen, ob die FINMA in der geplanten Form den geforderten Ansprüchen genügt oder ob Anpassungen notwendig sind. Unabdingbar ist erstens eine internationale Kooperation und Koordination der Aufsicht. Die Schweiz muss hier ihre Erfahrung und ihre Kompetenz verstärkt einbringen. Zweitens ist die Anerkennung der FINMA durch die EU-Behörden anzustreben. Diese ist mit Nachdruck anzustreben. Die Herausforderungen für die Schweiz bestehen darin, die derzeitige Wirtschaftskrise zu meistern und gestärkt aus dieser hervorzugehen, Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen, die Chancen der voranschreitenden internationalen Vernetzung zu nutzen, die Konkurrenzfähigkeit des Wirtschaftsstandorts weiter zu stärken, die Rahmenbedingungen für eine innovative Schweiz zu schaffen sowie den internationalen und nationalen Steuerwettbewerb als strategischen Erfolgsfaktor zu erkennen und entsprechend zu fördern. Unsere Forderungen für mehr und bessere Arbeitsplätze: - Mehr Geld im Portemonnaie: Alle reden von Entlastung der Bürgerinnen und Bürger. Wir handeln und setzen uns dafür ein, dass die kalte Progression per 1.1.2010 und danach automatisch jedes Jahr ausgeglichen wird. Bürgerinnen und Bürger sollen nur so viel Steuern bezahlen, wie es ihrem realen Einkommen entspricht (08.452. Pa.Iv. Fraktion RL). - Aussenwirtschaftliche Öffnung im Interesse unserer Exportwirtschaft weiterführen: Wir fordern einen weiteren Ausbau der vertraglichen Vernetzung der Schweiz, denn der möglichst ungehinderte Marktzugang ist für den Arbeitsstandort Schweiz zentral. Das Netz der Freihandelsverträge soll gezielt weiter ausgebaut werden. - Bilaterale weiterführen: Der bilaterale Weg muss nach der Abstimmung über die Personenfreizügigkeit vom 8. Februar 2009 gefestigt und vertieft werden. Der Steuerföderalismus und Steuerwettbewerb ist im internationalen und europäischen Rahmen aktiv zu verteidigen. - Innovationsstandort Schweiz stärken: Es müssen die Rahmenbedingungen für eine innovative Schweiz geschaffen werden, denn die Innovationskraft ist ein Schlüsselfaktor für den Erfolg einer Volkswirtschaft. Erstens fordern wir steuerliche Fördermassnahmen zur Stärkung des Forschungsstandorts Schweiz (08.3853. Mo. Fraktion RL). Zweitens fordern wir, dass der Forschungsstandort Schweiz gefördert und das Projekt zur Errichtung eines „Innovationsparks Schweiz“ prioritär vorangetrieben wird. Drittens fordern wir den Abbau von forschungs- und innovationsfeindlichen Reglementierungen und lehnen namentlich eine Verlängerung des Gentech-Moratoriums ab. Viertens fordern wir den Abbau der Defizite im Bereich der Innovationsförderung. Wir fordern insbesondere eine Stärkung der Kommission für Technologie und Innovation (KTI). - Tiefe Steuern dank Steuerwettbewerb: Materieller Steuerwettbewerb ist ein strategischer Erfolgsfaktor. Durch Reformen im Bereich der Unternehmensbesteuerung ist die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Schweiz zu erhalten und auszubauen. Ziel muss es sein, die Schweiz zum attraktivsten Unternehmensstandort in Europa zu machen. Dies sichert und schafft neue Arbeitsplätze. - Bildung von Eigenkapital nicht bestrafen: Wir fordern, dass die Eigenkapitalbildung gegenüber der Fremdkapitalbildung nicht benachteiligt, sondern steuerlich gleich behandelt wird. Analog zum Steuerabzug der Zinsen für Fremdkapital soll ein auf den Eigenmitteln berechneter Zins abgezogen werden (08.3844. Mo. Fraktion RL). - Weniger Regulierung: Der liberale Grundsatz, so wenig Regulierung wie möglich, so viel wie nötig – und nicht so viel wie möglich – ist aktueller denn je. Namentlich im Bereich des Gesellschaftsrechts (Aktienrechtsrevision) ist die Gestaltungsfreiheit der Unternehmen zu wahren. Ganz zentral ist ein liberales Arbeitsrecht. Eine erfolgreiche Sozialpartnerschaft braucht Gestaltungsspielraum. - Energiepolitische Investitionsanreize: wir fordern steuerliche Anreize für energetische Gebäudesanierungen. Dies senkt den Energieverbrauch, erhöht die Energiesicherheit, stützt die Wirtschaft und sichert Arbeitsplätze. - Sichere und günstige Stromversorgung: Sichere und günstige Stromversorgung: Unsere Stromversorgung ist relativ günstig und sicher. Ohne geeignete Massnahmen wird dies nicht so weitergehen (auslaufende Stromverträge mit Frankreich, Betriebsdauer unserer Kernkraftwerke usw.). Unsere Wirtschaft ist auf eine sichere und günstige Strom- und Energieversorgung angewiesen. Die Versorgungssicherheit ist zu erhöhen und die Abhängigkeit von unsicheren Zulieferern zu senken. Notwendig ist deshalb erstens eine Erhöhung der Energieeffizienz (insbesondere im Bereich der energetischen Gebäudesanierungen). Zweitens müssen die bestehenden Kernkraftwerke, deren Betriebszeit abläuft, durch Neue ersetzt werden, wozu der Bewilligungsprozess beschleunigt werden muss. Drittens hat die Schweiz durch Investitionen an ETH und Fachhochschulen Führerschaft in den relevanten Naturwissenschaften zu gewinnen. Viertens sind bürokratische Hindernisse für Alternativenergien abzubauen. - Nein zu Arbeitsplatzgefährdenden Vorlagen: Wir setzen uns für sichere Arbeitsplätze ein. Deshalb bekämpfen wir konsequent Vorlagen, welche Arbeitsplätze gefährden und den Wirtschaftsstandort schädigen. Arbeitsplatzgefährdende Vorlagen sind aktuell insbesondere: die Volksinitiative „für ein Verbot von Kriegsmaterialexporten“, die Revision des Güterkontrollgesetzes sowie die Verlängerung des Gentech-Moratoriums. Nationaler Zusammenhalt und sichere Sozialwerke Die Herausforderungen für die Schweiz bestehen darin, die demografischen Veränderungen zu meistern, die Sozialwerke langfristig finanziell zu sichern, weitere Schuldenberge zu vermeiden und den nationalen Zusammenhalt zu verbessern. Unsere Forderungen für besseren nationalen Zusammenhalt und sichere Sozialwerke - Invalidenversicherung rasch sanieren: Wir setzen uns für eine rasche Sanierung der Invalidenversicherung entsprechend dem Beschluss des Parlaments ein. Eine Verteuerung der Arbeit durch Lohnprozente sowie die Aushebelung der Schuldenbremse lehnen wir entschieden ab. - Flexibilisierung des AHV-Alters: Wir fordern eine Flexibilisierung des Rentenalters nach oben und nach unten ohne Erhöhung der AHV-Beiträge (3-Stufen-Modell). Das gegenwärtige Rentenalter für Frauen soll an dasjenige der Männer angepasst werden. Der längere Verbleib im Arbeitsprozess soll mittels Anreizen gefördert werden (07.3351. Po. Fraktion RL). - Nachhaltige Sicherung der AHV: Wir fordern eine nachhaltige Sicherung der AHV. Hierfür müssen Einnahmen und Ausgaben eine ausgeglichene Bilanz aufweisen. Wenn das Umlageergebnis über mehre Jahre negativ ist, müssen zwingend Massnahmen ergriffen werden (Rentenanpassung via Mischindex wird eingefroren). - Keine Schuldenwirtschaft zulasten künftiger Generationen: Die Sozialwerke müssen dringend gesichert und saniert werden. Deren Einnahmen und Ausgaben auf die Dauer im Gleichgewicht sein. Wenn dies nicht der Fall ist, müssen Massnahmen zur Sicherung des finanziellen Gleichgewichts ergriffen werden (Nachhaltigkeitsregel). Es wäre gegenüber zukünftigen Generationen unverantwortlich, einen wachsenden Schuldenberg zu hinterlassen, deren Handlungsfreiheit einzuschränken und notwendige Investitionen in wachstumspolitisch relevante Projekte zu verunmöglichen. - Keine Verteuerung des Faktors Arbeit: Wir fordern leistungsseitige Massnahmen bei der Revision der Arbeitslosenversicherung und die Beseitigung von Fehlanreizen. Eine Verteuerung des Faktors Arbeit (höhere Beitragssätze) lehnen wir ab. Angesichts des Konjunktureinbruchs wäre es falsch, die Arbeitnehmenden und die Unternehmen mit höheren Abgaben zu belasten. - Aktive Migrations- und Integrationspolitik: Migrations- und Integrationspolitik ist Interessen- und Standortpolitik, denn die menschlichen Ressourcen eines Landes sind ein strategischer Erfolgsfaktor im globalen Wettbewerb. Wir stehen für eine moderne Migrationspolitik, die auf der Personenfreizügigkeit mit der EU sowie im aussereuropäischen Raum auf dem Erfordernis der Berufsqualifikation beruht. Wir fordern eine systematische Integrationspolitik mit nationalen Integrationsstandards auf der Basis eines nationalen Rahmengesetzes (Fördermassnahmen und Sanktionen). Schlanker und bürgernaher Staat Die Herausforderungen für die Schweiz bestehen darin, die Freiheit und Sicherheit des Einzelnen zu schützen, das Eigentum zu stärken, das Steuersystem zu vereinfachen, die Steuerbelastung für alle tief zu halten oder zu senken, die Handlungsfähigkeit des Staates zu sichern und dessen Funktionsweise zu vereinfachen. Unsere Forderungen für einen schlanken und bürgernahen Staat: - Europaweit einfachste und tiefste Mehrwertsteuer: Die aktuelle Mehrwertsteuer ist kompliziert und enthält zahlreiche administrative Hürden und Ärgernisse für die Mehrwertsteuerpflichtigen. Wir fordern die Vereinfachung der Mehrwertsteuer sowie die Einführung des Einheitssatzes. Die Einführung eines Einheitssatzes würde die Schattensteuer deutlich reduzieren und Investitionen fördern. Der Einheitssatz würde die Konjunktur stimulieren, da preiselastische Güter tiefer besteuert würden. Ein tieferer Einheitssatz würde zudem die Mobilität und Wert vermehrende Investitionen fördern. - Einfache Besteuerung natürlicher Personen: Die schwer durchschaubare Komplexität im Steuersystem erschwert oder verunmöglicht es dem Steuerzahlenden, die Vorteile des interkommunalen und interkantonalen Steuerwettbewerbs wahrzunehmen.Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht auf Einfachheit der Besteuerung. Wir fordern deshalb eine radikale Vereinfachung der Besteuerung von natürlichen Personen, wobei Einheitstarife, Pauschalabzüge und eine Sollkapitalrendite vorzusehen sind (08.3854. Mo. Fraktion RL). - Systematische Überprüfung staatlicher Aufgaben: Mit der Aufgabenüberprüfung müssen sämtliche Aufgaben des Bundes systematisch auf Notwendigkeit, Wirksamkeit und Effizienz überprüft werden. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es von grösster Wichtigkeit, dass sich der Staat von unnötigen Aufgaben verabschiedet und seine Kräfte konzentriert. Aufgaben, welche nicht der Zukunft des Landes dienen, sind abzuschaffen. Alte Zöpfe müssen abgeschnitten werden - Gegenvorschlag zur untauglichen Ausschaffungsinitiative: Wer in der Schweiz Gastrecht hat und schwere Straftaten begeht, soll die Schweiz verlassen müssen. Deshalb fordern wir, dass Ausländer, welche schwere Verbrechen gegen Leib und Leben verüben, zwingend ausgeschafft werden. (08.449. Pa.Iv. Fraktion RL). - Freiheit und Eigentum: Freiheit und Eigentum sind zentrale liberale Werte. Wir setzen uns dafür ein, die Freiheit und das Eigentum des Einzelnen zu schützen und zu stärken. Staatliche Eingriffen in die Freiheit und das Eigentum sind auf das absolut notwendige Minimum zu reduzieren. Konsequenter Gesetzesvollzug: Recht soll nicht nur gesetzt, sondern auch durchgesetzt werden. Rechtsfreie Räume werden nicht geduldet. Rechtssicherheit und ein effizientes Rechtssystem schützen den Einzelnen und sind ein wirtschaftlich relevanter Standortfaktor. Deshalb setzen wir uns insbesondere für eine Straffung von staat
» Wählerfragen zum Thema Wirtschaft
» Wählerfragen zum Thema Politisches allgemein
» Wählerfragen zum Thema Berufliches
Permalink: http://www.walter-mueller.ch/fotoblog_107.html

Uferlose Bürokratie und Behinderung des Gewerbes
Azmoos, 27.01.2009
eingeordnet in: Wirtschaft,
Diverses,
Politisches allgemein
IG Freiheit kämpft für lebendige Städte Baubewilligungen für Strassencafés? Am 8. August 2008 hat das Schweizerische Bundesgericht entschieden: Wer künftig ein Strassencafé betreiben will, braucht zwingend eine Baubewilligung. Die IG Freiheit wehrt sich gegen derartig unsinnige staatliche Anordnungen und hat im Nationalrat einen entsprechenden Vorstoss eingereicht. Stünde es nicht schwarz auf weiss geschrieben, würde man es nicht für möglich halten: Am 8. August hat die erste öffentlich-rechtliche Abteilung des Bundesgerichts entschieden, dass die Errichtung eines Strassencafés neben der gewerbepolizeilichen Bewilligung neu auch einer Baubewilligung bedürfe. Nach Auffassung der obersten Schweizer Richter sind die Bistrotische und Sonnenschirme in Strassencafés also als „Bauten und Anlagen“ zu qualifizieren, welche laut Gesetz „nur mit behördlicher Bewilligung errichtet oder geändert“ werden dürfen (Art. 22 RPG). Bürokratischer Mehraufwand Das besagte Urteil, welches im Zusammenhang mit einer Wein-Bar in Winterthur gefällt worden ist, hätte drastische Folgen: Allein in Winterthur müssten rund 80 gewerbepolizeilich bewilligte Gartenwirtschaften eine nachträgliche Baubewilligung einholen. Gar nicht zu sprechen von allen anderen Garten- und Strassenwirtschaften in Schweizer Städten. Und nicht nur die betroffenen Wirte hätten einen erheblichen Mehraufwand und zusätzliche Kosten – auch die entsprechenden Ämter in der Stadtverwaltung müssten zusätzliche Arbeit bewältigen. Genügt es nicht vollauf, wenn die zuständigen Gemeinden lokale Kriterien für die Nutzung des öffentlichen Grundes aufstellen? Sind eine Stadtregierung oder ein lokaler Polizeibeamter nicht viel besser in der Lage, zu beurteilen, was es vor Ort leiden mag und was nicht? Und: Warum soll etwas, was Jahrzehnte funktioniert hat, nun plötzlich nicht mehr richtig sein? Vorstoss im Nationalrat In Zusammenarbeit mit der IG Freiheit hat Nationalrat Amstuz einen Vorstoss eingereicht, in welchem der Bundesrat beauftragt wird, eine Revision des Raumplanungsgesetzes vorzulegen. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass ein Gastwirtschaftsbetrieb, welcher über eine gewerbepolizeiliche Bewilligung verfügt, auch weiterhin ein Strassencafé betreiben kann. Die IG Freiheit ist überzeugt, dass der marktwirtschaftliche Wettbewerb zu besseren Lösungen führt als eine Flut von Gesetzen und Verordnungen. Dieser Erkenntnis sollte auch das oberste Schweizer Gericht wieder vermehrt Rechnung tragen. Der realitätsfremde Entscheid der Bundesrichter ist sehr bedauerlich und muss dringend korrigiert werden. Nationalrat Walter Müller Vorstandsmitglied IG Freiheit


» Wählerfragen zum Thema Wirtschaft
» Wählerfragen zum Thema Diverses
» Wählerfragen zum Thema Politisches allgemein
Permalink: http://www.walter-mueller.ch/fotoblog_106.html

|